Jagd Kamerun

Discussion in 'Hunting Africa' started by AfricaHunting.com, Jan 12, 2009.

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    Jagd in Kamerun

    Kamerun wird auch als "Klein-Afrika" bezeichnet wegen seiner Vielfalt von Lebensraeumen: Regenwald, Waldlichtungen mit Savanne und Savanne mit Busch. Kamerun ist, wie die Zentralafrikanische Republik und Tansania, ein historisch bedeutsames Jagdreiseziel in Afrika.

    Fuer viele Jahrzehnte fuehrten franzoesische professionelle Jaeger sowie einige italienische, spanische und belgische Berufsjaeger, erstaunliche Safaris in Kamerun, was zu Kameruns Ansehen fuer Grosswildjagd als Land der ehemaligen Afrique Equatoriale Francaise (Franzoesisch Aequatorial-Afrika) beitrug. Bis heute ist Kamerun nach wie vor eine der schoensten Destinationen fuer die Jagd in Afrika.

    Die politische Stabilitaet des Landes gewaehrleistet Kameruns Ruf als ein ideales Reiseziel sowohl fuer Jagd als auch Tourismus. Dies gilt auch fuer die meisten der frueheren franzoesischen Kolonien in West- und Zentralafrika. Aufgrund des Einflusses der franzoesischen Kolonialzeit sehen viele Europaeer Kamerun, ebenso wie Burkina Faso und Benin, als perfektes Ziel fuer die erste Safari. Alle Jaeger koennen mit Sicherheit die urspruengliche Atmosphaere Afrikas erleben, waehrend sie die Spannung einer echten, fairen afrikanischen Jagd erfahren.

    Es gibt zwei grosse Jagdregionen in Kamerun, den Norden und den Sued/Suedosten des Landes.

    Das noerdliche Gelaende besteht ueberwiegend aus Savanne mit einigen leicht bewaldeten Flaechen und etwas dichtem Wald. Die Jagd in Nord-Kamerun ist beruehmt fuer eine ihrer begehrtesten Arten, den Lord Derby Eland (Tragelaphus Eurycerus Eurycerus). Das Jagen in Kamerun ist auch bekannt fuer seine grosse Vielfalt an Antilopen einschliesslich Pferdeantilope oder Roan (Hippotragus Equinus), Kuhantilope oder Hartebeest (Alcelaphus Buselaphus), Kob (Kobus Kob), Defassa Wasserbock (Kobus Ellipsiprymnus Defassa), Riedbock (Redunca Redunca ), Schirrantilope, eine Unterart des Buschbock (Tragelaphus Scriptus Knutsoni), Oribi (Ourebia Ourebi) und verschiedene Sorten von Duckern (Cephalophus Cephalophus).

    Westafrikanische Savannenbueffel (Syncerus Cafer Nanus Savanensis) finden sich in grosser Zahl, Herden von mehreren hundert Tieren sind keine Seltenheit. Loewen sind jagdbar, aber nur durch Aufspueren, wie es der Fall in allen west- und zentralafrikanischen Laendern der Fall ist und nicht mit Koedern wie in Ost-Afrika.

    Elefanten sind ebenfalls vorhanden. Sie haben keine langen Stosszaehne, aber die Jagd ist erlaubt. Flusspferde bieten noch eine weitere Moeglichkeit der Jagd. Die benachbarten Parks und Wildreservate gewaehrleisten weiterhin Anwesenheit von grossen Tierpopulationen, die frei zwischen den Parks, Reservaten und den Jagdgebieten wandern.

    Jagd im noerdlichen Teil von Kamerun beginnt mit einer Fahrt in einem Gelaendewagen aus den Camps, und dann, im Busch angelangt, durch Faehrtenlesen zu Fuss. Das Gelaende ist relativ flach und die Jagd ist physisch nicht sehr anspruchsvoll. Wie in ganz West- und Zentralafrika, sind die grossen Jagdreviere in Kamerun offene Gebiete, die nicht eingezaeunt sind.

    Die durchschnittliche Groesse einer Jagdkonzession betraegt ca. 220.000 Morgen und ist gepachtet und verwaltet von Jagd-Ausstattern, in der Regel franzoesische Jagdunternehmen und/oder franzoesische Berufsjaeger und Mitglieder der ACP - (Association des Chasseurs Professionnels) Vereinigung der Berufsjaeger.

    In Nord-Kamerun sind die Jagd-Camps dauerhaft angelegt. Die Bungalows sind komfortabel und sind oft klimatisiert. In den meisten Faellen sind die Camps entlang der Fluesse gebaut, und viele von ihnen haben Swimming Pools. Die franzoesische Kueche ist hervorragend und bietet viele Moeglichkeiten, das Fleisch verschiedener Wildarten zu kosten.

    In der noerdlichen Region sind die Jagdgebiete von der Strasse aus Garoua (ausgesprochen ga-ruu-ah), der Hauptstadt des Nord-Bezirks aus zugaenglich. Die Strassen sind gut und die Fahrt dauert im Durchschnitt 3 bis 4 Stunden. Die Jagd-Saison laeuft von Mitte Dezember bis Mitte Mai.

    Der Sueden und Suedosten von Kamerun, zusammen mit benachbarten Regionen des Kongo und der Zentralafrikanischen Republik, sind ebenfalls fuer ein ausgezeichnetes Jagderlebnis geeignet. Diese Regionen sind mit dichtem Regenwald bedeckt und sind Heimat der Waldelefanten. Die Jagd von Waldelefanten ist immer sehr spannend, erfordert allerdings eine Menge koerperlichen Einsatz. Gute koerperliche Fitness wird empfohlen.

    Der Wald ist auch Heimat des herrlichen, jedoch verborgen lebenden Bongo, und wie beim Waldelefanten findet die Jagd ist in der Regel unter der Leitung von Pygmaeen statt. Der aequatoriale Wald in Kamerun ist auch die Heimat des Zwerg-Waldbueffels (Syncerus Caffer Nanus Stricto Sensus), Wald-Sitatunga (Tragelaphus Spekii Gratus), Riesenwaldschwein (Hylochoerus Meinertzhageni), Pinselohrschwein (Potamochoerus), Gelbrueckenducker (Cephalophus Silvicultor) , Blauducker (Cephalophus Monticola), Schwarzbrustducker (Cephalophus Nigrifrons) und den Weissbauchducker (Cephalophus Leucogatser).

    Regenwaldjagd erfolgt nur zu Fuss, dies erfordert erhebliche koerperliche Anstrengung und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Die Jagdcamps sind in der Regel Zeltlager, jedoch erfordert die Jagd im Wald manchmal auch "fliegende Lager".

    Wie im Norden werden die suedlichen Gebiete am haeufigsten von franzoesischen Jagdunternehmen und professionellen Jaegern betrieben. Es handelt sich oft um die gleichen Unternehmen, die Eigentuemer oder Betreiber der Gebiete im Norden sind.

    In der suedlichen Region sind die Jagd-Gebiete per Flugzeug von der Hauptstadt von Kamerun, Yaounde (ausgesprochen ya-uun-dey) aus zugaenglich; Fluege dauern durchschnittlich 30 Minuten.

    Die Jagdsaison in den Regenwaldgebieten laeuft von Ende Mai bis Ende Juli.

     

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