Jagd Simbabwe

Angesichts der herrschenden politischen, wirtschaftlichen und Menschenrechtslage in diesem Land, koennte man als Jaeger oder Reisender versucht sein, Simbabwe insgesamt zu meiden.

Das Land, frueher bekannt als Rhodesien, war einst eines der wohlhabendsten Laender in Afrika, waehrend der Herrschaft des britischen Empire. Nach Erlangung seiner Unabhaengigkeit und, mehr noch unter der Herrschaft von Robert Mugabe, ist dieser Wohlstand zu einem abrupten Ende gekommen.

In den letzten zehn Jahren haben die von Robert Mugabe verabschiedeten Richtlinien gegen die weisse Bevoelkerung Simbabwes, einschliesslich der Umverteilung von landwirtschaftlichen Flaechen, zu einem raschen und verheerenden wirtschaftlichen Kollaps gefuehrt. Als Folge davon wurde Hunger zu einer treibenden Kraft bei den Simbabwern und fuehrte zu erheblicher Wilderei. Nach einigen Quellen haben diese Aktivitaeten zum Verschwinden von 70 bis 80% des Wildes in einigen Landstrichen gefuehrt.

Ueberraschenderweise besuchen Touristen und Jaeger Simbabwe weiterhin. Bisher gab es keine Zwischenfaelle mit auslaendischen Touristen oder auslaendischen Jaegern. Darueber hinaus bieten die meisten der Safari Betreiber weiterhin Jagden in Simbabwe an und Simbabwe ist nach wie vor ein wichtiges Jagdreiseziel.

Die gegenwaertige Situation wird nicht ewig dauern und die anhaltende Praesenz der Jagdstrukturen wie: Camps, Lodges, Fahrzeuge und vieles mehr im Busch und in den Revieren, sowie die Anwesenheit von Jaegern und Berufsjaegern, Faehrtenlesern, Wild-Spaehern etc... koennen alle dazu beitragen, die Auswirkungen der Wilderei zu verlangsamen... auch wenn fuer viele dieser Wilderer die Wilderei eine Frage des Ueberlebens ist.

Es ist wahrscheinlich, dass Simbabwe eines Tages wieder das friedliche und schoene Jagdreiseziel sein wird, dass es jahrzehntelang war, auch wenn die Rueckkehr zur Normalitaet noch einige Jahre dauern kann.

Simbabwe hat, so wie andere Laender in Afrika, keinen Zugang zum Meer. Simbabwe grenzt im Osten an Mosambik, im Sueden an die Republik Suedafrika, im Westen an Botswana und im Norden an Sambia.

Simbabwe ist die Heimat einer Elefantenpopulation von 100.000 Tieren, mit einem Schwellenwert von 50000 vor allem im Sambesi-Tal. Die Jagd auf Elefanten ist erlaubt.

Loewen- und Leopardenjagd sind ebenfalls erlaubt. Loewen und Leoparden werden ausschliesslich mit Koedern gejagt und finden sich in fast allen Gegenden. Simbabwes Leoparden sind bekannt fuer ihre Groesse. Erwaehnenswert ist, dass bei den Katzen auch die Gepardenjagd erlaubt ist.

Es gibt auch grosse Bueffelherden (Syncerus caffer caffer) in Simbabwe, und damit bietet dieses Land die Moeglichkeit der Jagd auf vier der beruehmten "Big Five"...

Simbabwe ist auch die Heimat einer Vielzahl von Antilopen, unter diesen eine starke Population von Rappenantilopen oder Sable (Hippotragus Niger), zusaetzlich kann man in Simbabwe auch Pferdeantilopen oder Roan (Hippotragus Equinus) jagen, Kap Eland (Taurotragus Oryx), grosser Kudu (Tragelaphus Strepsiceros), Nyala (Tragelaphus Angasii), Streifengnu (Connochaetes Taurinus), Leierantilope oder Tsessebe (Damaliscus Lunatus), Gemeiner Wasserbock (Kobus Ellipsiprymnus), Impala (Aepyceros Melampus), Burchell's Zebra (Equus Burchelli), Riedbock (Redunca Redunca ), Buschbock (Tragelaphus Scriptus), Pinselohrschwein (Potamochoerus Porcus), Warzenschwein (Phacochoerus Aethiopicus), Kronenducker (Sylvicapra Grimmia), Steinboeckchen (Raphicerus Campestris), Klippspringer (Oreotragus Oreotragus)... Flusspferde und Krokodile sind reichlich in den meisten Fluessen vorhanden und koennen auch bejagt werden.

Die Vegetation Simbabwes besteht ueberwiegend aus Mopane (Colophospermum Mopane) Waeldern, einer der weit verbreiteten Baeume des suedlichen Afrika, und trockener grasartiger Savanne, durchbrochen von Bereichen mit dichtem Wald.

Die Jagdgebiete sind ueber einen grossen Teil von Simbabwe verstreut. Die Jagd ist in drei verschiedenen Arten von Gebieten erlaubt: staatliche Jagdgebiete, Stammesjagdreviere und private Jagdreviere. Jeder dieser Bereiche hat seine eigenen Jagdgesetze. Staatliche und private Gebiete sind riesig, sie erreichen Hunderttausende von Morgen. Alle diese Gebiete sind nicht eingezaeunt und offen.

In Simbabwe wird zu Fuss gejagt, aber angesichts der Groesse der Jagdgebiete ist es oft notwendig, mit dem Fahrzeug zu reisen. Die Jagdgegenden sind nicht sehr rau und die eigentliche Jagd ist koerperlich nicht besonders anstrengend.

Die Berufsjaeger sind meist weisse Simbabwer, es gibt aber auch Sued-Afrikaner, weisse Sambier und gelegentlich auch Europaeer.

Die Unterkuenfte auf privatem Jagdgelaende sind in der Regel komfortable Huetten. In staatlichen Revieren sind die Unterkuenfte in der Regel grosse und komfortable Zeltlager, in den meisten Faellen einschliesslich Elektrizitaet.

Je nach Standort des Jagdgebietes sind die meisten mit dem Auto von der Hauptstadt, Harare, aus, oder von einer nachrangigen Stadt wie Victoria Falls aus erreichbar. Die Strassen sind gut und die Fahrzeit betraegt im Durchschnitt 3 bis 6 Stunden. Aber da viele Jagdgebiete ihren eigenen Flugplatz haben, ist der Transfer per gechartertem Flugzeug oft moeglich.